...riskiert 'ne dicke Lippe.
Heute Morgen entdeckte ich beim Schnell-Scrolling durch die Facebook-Status-Updates auch den eines Bekannten, der Engländer ist und mit dem 'good old German' hin und wieder noch ein paar Probleme hat. Ich hatte ihn hier schon einmal erwähnt, als er an Silvester statt Killepitsch "Kill the bitch" verstanden hatte ;))
Dieses Mal ging es um die wunderbar unschuldige, typisch deutsche Frage: "Kommst du klar?".
Nun: Was versteht man, wenn man diese Phrase nicht kennt, die Wörter kommen (samt sexueller Bedeutung) und klar hingegen schon?
Und ob es jetzt eine dicke Lippe gab? Na, ich kann mich noch nicht so entscheiden...
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Donnerstag, 10. Mai 2012
Donnerstag, 15. März 2012
Wenn Worte MEINE WORTE wären...
... wären Sie viel wörtlicher und selbstverständlich noch viel schöner!
"Unverblümt" würde bedeuten, keine Blumen zu mögen.
"Unverzüglich" hieße, dass man nicht gern mit dem Zug fährt.
Unter "postwendend" verstünde man "das Postgebäude auf den Kopf stellen".
"Untermauern" hieße, unter einer Mauer hindurchzukriechen.
Und "entsetzt" würde jemaden beschreiben, der sich vom Stuhl erhoben hat.
"Unverblümt" würde bedeuten, keine Blumen zu mögen.
"Unverzüglich" hieße, dass man nicht gern mit dem Zug fährt.
Unter "postwendend" verstünde man "das Postgebäude auf den Kopf stellen".
"Untermauern" hieße, unter einer Mauer hindurchzukriechen.
Und "entsetzt" würde jemaden beschreiben, der sich vom Stuhl erhoben hat.
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Texter Trouble
Mittwoch, 14. September 2011
Besitzt du eine stark vibrierende elektrische Zahnbürste...
... und ein Waschbecken, das zufällig neben der Kloschüssel eingebaut ist, dann lässt du beim Zähneputzen lieber immer den Klodeckel zu! Das lernst du an einem Tag, an dem dir die von Zahnpasta und Wasser glitschig gewordene elektrische Zahnbürste aus der Hand gleitet und nach einem gescheiterten Auffangversuch kopfüber in der Kloschüssel landet. Dieses gestern erworbene Wissen wollte ich euch nicht vorenthalten.
Sonst war gestern ein echt guter Tag. Das bisschen Baustelle vor der Haustür konnte ich locker wegstecken, über die Sache mit der neuen vibrierenden Klobürste konnte ich lachen - und das alles, weil ich am Abend zuvor einen richtig guten Nählauf hatte. Ich kam von der Arbeit nach Hause, fand in der Post eine Bio-Tasche vom dm markt und hatte sogleich die Eingebung, dass es an der Zeit war, den schönen Cord, den ich vor 2 Wochen gekauft hatte, zu einer Tasche zu verarbeiten. Und ich legte los. Um ca. 00:50 war die Tasche fertig. Und ein paar Stunden später bei DaWanda, wo sie sehr gut ankam und schon nach wenigen Stunden meine persönlichen Statistik-Rekorde brach. Zum ersten Mal haben auch Kunden angefragt, die nicht zu meinem Familien- und Freundes-/Bekanntenkreis gehören. Und das war natürlich ein echt schönes Gefühl!
Abends war dann das 2. Treffen unserer Düsseldorfer facebook-Gruppe. Diesmal waren leider nicht ganz so viele Leute da. Die Champions League dürfte die meisten Männer ferngehalten haben, einige mussten arbeiten etc. Doch die kleine party of 12 hatte auch einen großen Vorteil: Man konnte sich mit allen unterhalten. So habe ich auch einige Mädels besser kennengelernt, die ich letzte Woche nur am Rande wahrgenommen hatte, da sie zu weit weg saßen.
Und die KW 37 hat noch was Gutes für mich mitgebracht: Mein erster komplett von mir getexteter Funkspot ist on air. Jetzt habe ich ihn schon an drei Morgen in Folge gehört. Ja. Auch ein gutes Gefühl. Bis auf den Sprecher, der meinen Text ziemlich nervig gesprochen hat.
Sonst war gestern ein echt guter Tag. Das bisschen Baustelle vor der Haustür konnte ich locker wegstecken, über die Sache mit der neuen vibrierenden Klobürste konnte ich lachen - und das alles, weil ich am Abend zuvor einen richtig guten Nählauf hatte. Ich kam von der Arbeit nach Hause, fand in der Post eine Bio-Tasche vom dm markt und hatte sogleich die Eingebung, dass es an der Zeit war, den schönen Cord, den ich vor 2 Wochen gekauft hatte, zu einer Tasche zu verarbeiten. Und ich legte los. Um ca. 00:50 war die Tasche fertig. Und ein paar Stunden später bei DaWanda, wo sie sehr gut ankam und schon nach wenigen Stunden meine persönlichen Statistik-Rekorde brach. Zum ersten Mal haben auch Kunden angefragt, die nicht zu meinem Familien- und Freundes-/Bekanntenkreis gehören. Und das war natürlich ein echt schönes Gefühl!
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| Die original alien City Flower |
Abends war dann das 2. Treffen unserer Düsseldorfer facebook-Gruppe. Diesmal waren leider nicht ganz so viele Leute da. Die Champions League dürfte die meisten Männer ferngehalten haben, einige mussten arbeiten etc. Doch die kleine party of 12 hatte auch einen großen Vorteil: Man konnte sich mit allen unterhalten. So habe ich auch einige Mädels besser kennengelernt, die ich letzte Woche nur am Rande wahrgenommen hatte, da sie zu weit weg saßen.
Und die KW 37 hat noch was Gutes für mich mitgebracht: Mein erster komplett von mir getexteter Funkspot ist on air. Jetzt habe ich ihn schon an drei Morgen in Folge gehört. Ja. Auch ein gutes Gefühl. Bis auf den Sprecher, der meinen Text ziemlich nervig gesprochen hat.
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Montag, 13. Juni 2011
Gewinnspielbeitrag Lucy (Texter Trouble): Mit Fremdsprachenkenntnissen überraschen
Lucy kann nicht nur gut zeichnen, sondern ist auch gern mit ihrer Kamera in der Natur unterwegs:
Der begabte Vogel ist euer Favorit? Dann gleich auf
alien heartbeats fb-page
für Lucys zweiten Beitrag voten!
Der begabte Vogel ist euer Favorit? Dann gleich auf
alien heartbeats fb-page
für Lucys zweiten Beitrag voten!
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Gewinnspiel 05/06 2011,
Texter Trouble
Freitag, 27. Mai 2011
alien heartbeats feiert 1. Geburtstag
Wie die Zeit vergeht. Und was alles passiert ist. Liebe Leute. Obwohl ich eher wenig Zeit hatte, vor allem in den letzten 5 Monaten, habe ich doch einigermaßen regelmäßig gepostet. Meine Leserzahl ist bei 3 geblieben – ich nehme das als ein Zeichen für Qualität ;o) Als hier in Frankfurt neulich der ADC (Art Directors Club) war, habe ich auf einer Party einen ehemaligen Kollegen einer neuen Kollegin kennengelernt. So im Small Talk fragte er mich, warum ich mich dafür entschieden habe, den Texterweg einzuschlagen. Ich sagte, zur Schriftstellerin hätte es nicht gereicht. Er erwiderte mit einem herzhaften Lachen. Dass das nichts Neues unter Textern ist, hatte ich schon mal gehört. Meinen Mut zur Ehrlichkeit belohnte er mit Ehrlichkeit seinerseits. Er hätte auch mal einen Blog gehabt, aber er sei nie über 3 Leser hinausgekommen. Ja wo gibt's denn sowas! ;o) Ja, ja, die Geisteswissenschaftler. Sind wir nicht alle ein bisschen Werbung?Ich habe aber vergessen, ihn zu fragen, wieviele Likes er bei facebook hatte. Da bin ich immerhin schon bei 30. Seit einem halben Jahr. Meinen eigenen Like mitgezählt.
So. Nachdem sich das jetzt gesetzt hat, will ich trotzdem mit euch alien-Geburtstag feiern. Setzt jetzt bitte eure alien-Ohren auf und singt Happy-Birthday für mich. Wer das macht, ein Video davon dreht und es mir hier zur Veröffentlichung schickt, bekommt ein original alien stitches alien-Kostüm von mir genäht, mit dem beim nächsten Karneval die Sause nur exorbitant werden kann. Das alien-Kostüm hat natürlich auch Tarnfunktion: Welche Flüssigkeiten auch immer sich eurer Kontrolle entziehen sollten, eingehüllt in grüne alien-Tarnfarben, könnt ihr einen auf Saubermann oder -frau machen und weiter feiern ohne negativ aufzufallen, weil ihr z.B. früher gehen müsst, um euch umzuziehen.
Gut. Wer jetzt immer noch liest, der ist ein wahrer Fan und darf auch von dem wirklichen Gewinnspiel erfahren. Zu gewinnen gibt es wahlweise eine original alien stitches Handytasche oder Schal. Da ich spontan auf diese Idee gekommen bin, existieren die Gewinne (noch) nur als Ideen in my head. Das heißt aber auch, der/die Gewinner/in kann dann auf die Farbauswahl bei den Stoffen Einfluss nehemn. Tun müsst ihr aber trotzdem etwas (allerdings!, soll ja eine WIN-WIN-Situation werden, bin ja nicht aus Spaß in die Werbung gegangen). Ihr schaut euch bitte mal hier links auf der Seite die Labels an und steuert einen Beitrag zu einem der Labels bei. Zusammengefasst:
About Gewinnspiel
Schritt 1: Label aussuchen.
Schritt 2: Beitrag kreieren (Text, Film, Foto oder was auch immer, was hier gepostet werden kann)
Schritt 3: an alienheartbeats@googlemail.com schicken
Schritt 4: allen Freunden sagen, sie sollen's liken, damit ihr gewinnt ;o)
Ich poste die Beiträge hier im Blog und verlinke sie auf der alienheartbeats-facebook-Page. Die facebook community kann dann mit Likes die Siegerin oder den Sieger küren. Beiträge bitte bis zum 10. Juni 2011 schicken. Die Abstimmung läuft dann bis zum 15. Juni 2011 bis 21:00 Uhr. Good luck und gut' Nacht!!
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Mittwoch, 2. März 2011
Texte in erlesener Premium-Qualität
Schreiben tun sie ja, aber besonders gut ist es nicht immer. Selbst die grundlegende Verständlichkeit, die Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation, kommt ihnen manchmal abhanden. Sie werden für das Anbiedern bezahlt, für das emotionale und ästhetische Überhöhen. Sie machen aus Objekten Fetische. Ob das Objekt einen tatsächlichen Gebrauchswert besitzt, ist völlig irrelevant. Es zählt nur, wie man es schafft, der Zielgruppe das Gefühl zu vermitteln, ein Leben ohne das Beworbene sei nicht erstrebenswert. Sie lösen die Probleme, die es erst gibt, seit die Produktmanager sie erfunden haben. Dieses Kreieren lernen sie, und wenn sie es können, dann können sie es auch ganz schön übertreiben. Die Rede ist von der Gilde der Werbetextenden, die mir vor kurzem ihre Tore geöffnet hat.
Studierende der Geisteswissenschaften durchlaufen zu Beginn ihrer Studikarriere eine Art Entzug. Sie müssen lernen die Wortgirlanden zu ignorieren, die überall um sie herum aufgehängt werden, ja oft genug auch in den heiligen akademischen Kreisen ihren faulen Zauber verbreiten. Haben sich die Geisteswissenschaftler einmal geöffnet, lernen sie, die Funktionalität des treffendsten Wortes zu schätzen, verlieben sich womöglich in die Kunst der Anschaulichkeit. Den Geisteswissenschaftlern in Spe wird nahegelegt, auf die Logik der Sprache zu vertrauen. Den besten Signifier für das Signified zu finden, statt mit viel Kitsch eine kosmetische Operation an Sätzen vorzunehmen. Was sollte es auch bringen, wenn die Aussage spannt und zieht und einen das Gekünstelte aus jeder Silbe anspringt?
GELD.
An dem Tag, an dem man beschließt, Werbetexter zu werden, wird alles anders. In der Werbung kommuniziert man nicht auf Augenhöhe, auch wenn genau das der Anspruch ist. Die Werbeleute und die Produktmanager gehen davon aus, dass die Empfänger der Werbebotschaften, mit Verlaub, ziemlich dumm sind. Doch habe ich Grund zur Annahme, dass auch den Textern vor lauter Kitsch vielzu oft die Logik abhanden kommt. Manchmal, weil sie es nicht besser wissen und manchmal, weil sie so schreiben, wie es der Produktmanager des Kunden möchte und wie es der Verkaufserfolg als Ziel diktiert. Ich dachte, Werbetexter seien Querdenker. Das mögen sie tatsächlich sein, doch diese Eigenschaft im Beruf ausleben, dürfen sie eher selten.
Jetzt heißt es: Herausfinden, wie man wirksame Werbetexte schreibt, ohne Floskeln, ohne Kitsch, ohne die Rezipienten für dumm zu verkaufen. Und trotzdem in genau jenem Sprachregister zu bleiben, das der Zielgruppe zusagt. Der Mühe ist es wert, denn auch in der Werbesprache ist "Niveau keine Handcreme und Stil nicht das Ende eines Besens".
Studierende der Geisteswissenschaften durchlaufen zu Beginn ihrer Studikarriere eine Art Entzug. Sie müssen lernen die Wortgirlanden zu ignorieren, die überall um sie herum aufgehängt werden, ja oft genug auch in den heiligen akademischen Kreisen ihren faulen Zauber verbreiten. Haben sich die Geisteswissenschaftler einmal geöffnet, lernen sie, die Funktionalität des treffendsten Wortes zu schätzen, verlieben sich womöglich in die Kunst der Anschaulichkeit. Den Geisteswissenschaftlern in Spe wird nahegelegt, auf die Logik der Sprache zu vertrauen. Den besten Signifier für das Signified zu finden, statt mit viel Kitsch eine kosmetische Operation an Sätzen vorzunehmen. Was sollte es auch bringen, wenn die Aussage spannt und zieht und einen das Gekünstelte aus jeder Silbe anspringt?
GELD.
An dem Tag, an dem man beschließt, Werbetexter zu werden, wird alles anders. In der Werbung kommuniziert man nicht auf Augenhöhe, auch wenn genau das der Anspruch ist. Die Werbeleute und die Produktmanager gehen davon aus, dass die Empfänger der Werbebotschaften, mit Verlaub, ziemlich dumm sind. Doch habe ich Grund zur Annahme, dass auch den Textern vor lauter Kitsch vielzu oft die Logik abhanden kommt. Manchmal, weil sie es nicht besser wissen und manchmal, weil sie so schreiben, wie es der Produktmanager des Kunden möchte und wie es der Verkaufserfolg als Ziel diktiert. Ich dachte, Werbetexter seien Querdenker. Das mögen sie tatsächlich sein, doch diese Eigenschaft im Beruf ausleben, dürfen sie eher selten.
Jetzt heißt es: Herausfinden, wie man wirksame Werbetexte schreibt, ohne Floskeln, ohne Kitsch, ohne die Rezipienten für dumm zu verkaufen. Und trotzdem in genau jenem Sprachregister zu bleiben, das der Zielgruppe zusagt. Der Mühe ist es wert, denn auch in der Werbesprache ist "Niveau keine Handcreme und Stil nicht das Ende eines Besens".
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Montag, 31. Januar 2011
Per 'advertisia' ad astra
Der erste Monat meines sechsmonatigen Praktikums als Copy Writerin in einer Frankfurter Werbeagentur ist vorbei. Ich stelle feierlich fest: Das Agenturleben ist mein Alltag. Meine tapfere CD lässt mich mittlerweile an verschiedenen Kunden arbeiten.
Wenn ich zu Hause von meiner Arbeit erzähle, dann klingt es schon wie Jammern auf hohem Niveau: Der AD hat heute in Eigenregie die Headline geändert, der andere AD hat einen eigenartigen Geschmack, warum, um Gottes Willen, erkennt der CD nicht mein Genie, und och Gott, diese Arter, was können die nicht alles mit einem anständigen Texterkonzept anrichten! Jaja... Und die Kunden erst! Diese Produktmanager, die sollen doch bitte erst einmal untereinander ausmachen, wie ihre Produkte denn so sind und welche der vielen non-USPs denn nun zu USPs auserkoren werden sollen, bevor uns jeder eine Korrektur der Korrektur der Korrektur der Korrektur schickt, in der die Korrekturen des vorhergehenden Korrektors korrigiert werden. Alles klar?
Ich habe ja schon immer geglaubt, dass frau mit Werbung die Weltherrschaft an sich reißen kann. Verzeihung, müsste ja aus meiner, weiblichen, Perspektive Weltfrauschaft heißen. Falls mich nicht unterwegs die Müdigkeit überfraut, berichte ich euch von diesem Weg.
PS: God is a woman.
Wenn ich zu Hause von meiner Arbeit erzähle, dann klingt es schon wie Jammern auf hohem Niveau: Der AD hat heute in Eigenregie die Headline geändert, der andere AD hat einen eigenartigen Geschmack, warum, um Gottes Willen, erkennt der CD nicht mein Genie, und och Gott, diese Arter, was können die nicht alles mit einem anständigen Texterkonzept anrichten! Jaja... Und die Kunden erst! Diese Produktmanager, die sollen doch bitte erst einmal untereinander ausmachen, wie ihre Produkte denn so sind und welche der vielen non-USPs denn nun zu USPs auserkoren werden sollen, bevor uns jeder eine Korrektur der Korrektur der Korrektur der Korrektur schickt, in der die Korrekturen des vorhergehenden Korrektors korrigiert werden. Alles klar?
Ich habe ja schon immer geglaubt, dass frau mit Werbung die Weltherrschaft an sich reißen kann. Verzeihung, müsste ja aus meiner, weiblichen, Perspektive Weltfrauschaft heißen. Falls mich nicht unterwegs die Müdigkeit überfraut, berichte ich euch von diesem Weg.
PS: God is a woman.
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Freitag, 14. Januar 2011
Vom Praktizieren hirnischen Stürmens...
Dieses Jahr hat bei mir mit einem neuen Job bzw. Praktikum angefangen. In einer Werbeagentur. Es fing, wie es so üblich ist, mit einer Bewerbung an - ganz ohne Vitamin B. Es fing also mit einer Bewerbung an, die schrie: Ich will Textpraktikantin werden und zwar SOFORT! Das Anschreiben - ein Gedicht, ein paar Bilder und, so glaube ich, ganz viel Wortwitz. Noch 10 Seiten Arbeitsproben - kreative Ergüsse aus Unizeiten und Freizeit. Nichts Veröffentlichtes. Zwei oder drei Tage später hatte ich dann einen verpassten Anruf auf meinem Handy. Frankfurter Festnetznummer, keine Mailboxnachricht. Mein Rückruf war erfolglos. Dieses Szenario wiederholt sich einige Tage. Ich hatte inzwischen recherchiert, zu wem die Nummer gehörte. Und dann irgendwann bei einem Rückruf nach verpasstem Anruf: tatsächlich eine Stimme. Woo-hoo! Und am darauffolgenden Tag: ein Vorstellungsgespräch! Woo-hoo-hoo! Und zwei Wochen später: Mein erster Tag in einer richtigen Werbeagentur. Woo-hoo-hoo-hoo-haiiiiiiiiiaaaaa. Und ich hatte schon gedacht, dieser Tag würde nie kommen, ich würde in meinem Call-Center-Job für immer jedes Mal nur vor mich hin träumen müssen, wenn ich eine der Werbeagenturen dran hatte.
But now "dreams are my reality..."
Jetzt bin ich seit zwei Wochen Textpraktikantin. Ich durfte vom ersten Tag an bei allem dabeisein. Ich bin ein Teil des Teams. Zunächst einmal bekam ich aber jedemenge Lesestoff: Kataloge und Broschüren, die für einen der größten Kunden der Agentur gemacht wurden. Es ist ein Bereich, für den ich mich nie interessiert habe, den ich vielmehr verabscheungswürdig finde. Die ultimative Probe, kannst du texten oder nicht? Wenn ich es bei diesem Kunden kann, dann KANN ICH ES!
Ich finde meine Jobs ín Ordnern, die als 'Kreation' gekennzeichnet sind. Ich werde nach meinen Ideen gefragt. Meine Ideen werden ernst genommen, angenommen und finden ihren Weg in die Texte. Endlich kann ich auch beim professionellen Hirnstürmen mitmachen. Wahnsinn - das gilt auch als Arbeit. Ich denke nach und spreche aus, was mir durch den Kopf geht. Ich feile an Texten herum, suche nach dem besten, passendsten Wort. Und das gilt auch als Arbeit. Meine Arbeit. Ich habe immer noch nicht so richtig begriffen, dass ich nun wirklich eine Erwerbstätigkeit ausübe, die mir SPASS macht! Das ändert alles. Das ändert mich. Scheiße, ich glaube, jetzt gibt es wirklich keinen Bereich mehr in meinem Leben, in dem ich nicht zufrieden bin. Ich glaube, hier ist ein Dank ans Leben angebracht, also:
Danke, Leben!
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