Montag, 13. Juni 2011

Gewinnspielbeitrag Lucy (Kult): 5'nizza

Lucys erster Beitrag läuft unter dem Label 'Kult'. Lucy kommt ursprünglich aus Russland und hat (bevor sie Art Director wurde) als Studentin diesen kleinen Trickfilm gemacht. Lucy hat für uns auch die dazu gehörige Geschichte zusammengefasst:




"Das ist ein Trailer für eine Band namens 5’Nizza (ausgesprochen Pyatnitsa, welches “Freitag” bedeutet). Im russischsprachigen Raum waren diese 2 Jungs in den Jahren 2003 – 2006 in der alternativen Szene kultverdächtig. 2 Strolche, eine Gitarre, fette Beatbox und jede Menge Spaß. Die Kompositionen, die absolut rough, ohne jegliche Mühe und Anstrengung, doch mit verdeckten Bedeutungen und Seele aufgenommen zu sein schienen, lösten eine Welle der Inspiration bei Jugendlichen aus. Bei mir auch, was ich zum Anlass genommen habe, ein Animationsprojekt für die Uni daraus zu machen."




5'Nizza from Lucy Mukha on Vimeo.




 Falls das Video nicht abgespielt wird, versucht es über den folgenden Link:


Hier Lucys Trickfilm 5'Nizza anschauen




Jetzt auf facebook für Lucy (Kult) voten bzw. ihren ersten Beitrag 'liken':
alien heartbeats fb-page

Donnerstag, 9. Juni 2011

2 Tage mehr...

...um kreativ zu sein und beim alien heartbeats Geburtstagsgewinnspiel mitzumachen.

Ich verschiebe den Einsendeschluss um 2 Tage. Das heißt, bis Sonntag Nacht (12.6.), 23:59, könnt ihr noch etwas Kreatives, in diesm Blog 'Postbares' einreichen.

Vielleicht habt ihr mal ein Gedicht geschrieben, dass ihr gar nicht so schlecht fandet, oder ihr habt mal ein richtig cooles Foto geschossen, das sich durchaus nicht zu verstecken braucht, oder ihr habt mal eine Zeichnung ganz gut hinbekommen... - was auch immer aus eurer privaten Kreativschmiede jetzt noch als Staubfänger irgendwo im Regal rumliegt, kann vielleicht für andere ganz interessant sein. Also her damit! Und mit guten, fleißig auf Facebook abstimmenden Freunden habt ihr dann die Chance, eine original alien Handytasche oder einen original alien Schal zu gewinnen (Abb. in den Posts weiter unten).

Montag, 6. Juni 2011

Win Win. Heute: Schal

Jetzt ist auch der Schal fertig. Gleichermaßen geeignet für Männlein und Weiblein: 

Weitere Infos:

Hier mehr über das Gewinnspiel
Hier zum alternativen Gewinn ->Handytasche

Eine kleine Anmerkung noch: Der Beitrag sollte schon etwas sein, das ihr selbst gemacht habt - also nicht einfach (wie vorgekommen) ein YouTube-Video schicken (es sei denn ihr habt's gedreht)! Die Aufforderung war ja, dass ihr kreativ werdet. Einen Pfad zu einem Video schicken, ist es, meiner (entscheidenden!) Meinung nach, nicht ;o) 




Sonntag, 5. Juni 2011

About Gewinnspiel

Mein kleines Gewinnspiel läuft noch 5 Tage – am 10.06. ist Einsendeschluss.
Um mitzumachen, lasst einfach eure Kreativität spielen. Das Thema eures Beitrags sollte zu einem der Labels aus meiner Label-Liste (linker Rand)  passen. Die Kategorie "Kult" eignet sich eigentlich für was auch immer euch einfällt – die Labels sind also keine wirkliche Einschränkung. Die einzige echte kleine Einschränkung ist: Euer Beitrag sollte sich hier posten lassen. Also bitte keine riesengroßen Dateien.

Wenn ihr etwas einreichen möchtet, dann schickt es bitte an meine E-Mail-Adresse: alienheartbeats@googlemail.com.

Weitere Infos im Beitrag Gewinnspiel zum alien heartbeats' 1. Geburtstag

Zu gewinnen gibt es eine Handytasche oder einen Schal. Kann man sich dann aussuchen – falls man gewonnen hat. Die Chancen sind sehr gut, denn bisher hat NIEMAND etwas eingereicht *heul*.
Habe heute mal zwei Handytaschen gemacht. Einmal in grau/aubergine und einmal in grau/braun.  Die Handytaschen sind etwa in iPhone-Größe.
Der Schal folgt in den nächsten Tagen.



Freitag, 27. Mai 2011

alien heartbeats feiert 1. Geburtstag

Wie die Zeit vergeht. Und was alles passiert ist. Liebe Leute. Obwohl ich eher wenig Zeit hatte, vor allem in den letzten 5 Monaten, habe ich doch einigermaßen regelmäßig gepostet. Meine Leserzahl ist bei 3 geblieben – ich nehme das als ein Zeichen für Qualität ;o) Als hier in Frankfurt neulich der ADC (Art Directors Club) war, habe ich auf einer Party einen ehemaligen Kollegen einer neuen Kollegin kennengelernt. So im Small Talk fragte er mich, warum ich mich dafür entschieden habe, den Texterweg einzuschlagen. Ich sagte, zur Schriftstellerin hätte es nicht gereicht. Er erwiderte mit einem herzhaften Lachen. Dass das nichts Neues unter Textern ist, hatte ich schon mal gehört. Meinen Mut zur Ehrlichkeit belohnte er mit Ehrlichkeit seinerseits. Er hätte auch mal einen Blog gehabt, aber er sei nie über  3 Leser hinausgekommen. Ja wo gibt's denn sowas! ;o) Ja, ja, die Geisteswissenschaftler. Sind wir nicht alle ein bisschen Werbung?

Ich habe aber vergessen, ihn zu fragen, wieviele Likes er bei facebook hatte. Da bin ich immerhin schon bei 30. Seit einem halben Jahr. Meinen eigenen Like mitgezählt.

So. Nachdem sich das jetzt gesetzt hat, will ich trotzdem mit euch alien-Geburtstag feiern. Setzt jetzt bitte eure alien-Ohren auf und singt Happy-Birthday für mich. Wer das macht, ein Video davon dreht und es mir hier zur Veröffentlichung schickt, bekommt ein original alien stitches alien-Kostüm von mir genäht, mit dem beim nächsten Karneval die Sause nur exorbitant werden kann. Das alien-Kostüm hat natürlich auch Tarnfunktion: Welche Flüssigkeiten auch immer sich eurer Kontrolle entziehen sollten, eingehüllt in grüne alien-Tarnfarben, könnt ihr einen auf Saubermann  oder -frau machen und weiter feiern ohne negativ aufzufallen, weil ihr z.B. früher gehen müsst, um euch umzuziehen.

Gut. Wer jetzt immer noch liest, der ist ein wahrer Fan und darf auch von dem wirklichen Gewinnspiel erfahren. Zu gewinnen gibt es wahlweise eine original alien stitches Handytasche oder Schal.  Da ich spontan auf diese Idee gekommen bin, existieren die Gewinne (noch) nur als Ideen in my head. Das heißt aber auch, der/die Gewinner/in kann dann auf die Farbauswahl bei den Stoffen Einfluss nehemn. Tun müsst ihr aber trotzdem etwas (allerdings!, soll ja eine WIN-WIN-Situation werden, bin ja nicht aus Spaß in die Werbung gegangen). Ihr schaut euch bitte mal hier links auf der Seite die Labels an und steuert einen Beitrag zu einem der Labels bei. Zusammengefasst:

About Gewinnspiel
Schritt 1: Label aussuchen.
Schritt 2: Beitrag kreieren (Text, Film, Foto oder was auch immer, was hier gepostet werden kann)
Schritt 3: an alienheartbeats@googlemail.com schicken
Schritt 4: allen Freunden sagen, sie sollen's liken, damit ihr gewinnt ;o)

Ich poste die Beiträge hier im Blog und verlinke sie auf der alienheartbeats-facebook-Page. Die facebook community kann dann mit Likes die Siegerin oder den Sieger küren. Beiträge bitte bis zum 10. Juni 2011 schicken. Die Abstimmung läuft dann bis zum 15. Juni 2011 bis 21:00 Uhr. Good luck und gut' Nacht!!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Mascha Kaléko: Der kleine Unterschied

 
Es sprach zum Mister Goodwill
ein deutscher Emigrant:
»Gewiß, es bleibt dasselbe,
sag ich nun land statt Land,
sag ich für Heimat homeland
und poem für Gedicht.
Gewiss, ich bin sehr happy:
Doch glücklich bin ich nicht.«

Donnerstag, 28. April 2011

Hier ist die Zentrale des Teufels...

...der Herr hat's mir bestätigt.

Die Worte waren laut und überdeutlich artikuliert. Dem Mann lag daran, gehört und verstanden zu werden. Ich saß in der Straßenbahn der Linie 12 mit dem Rücken zur Tür und fand den lauten Spinner des Umdrehens nicht wert. Ich hatte auf dem Nachhauseweg angefangen "Wenn man einen weißen Anzug anhat" von Max Goldt zu lesen und dachte mir jetzt, einen weißen 'Anzug' könnte dieser Freak auch gebrauchen.

Unterbrochen hat mich der Botschafter Gottes am Friedberger Platz. Noch bevor er eingetreten war, hörte man seine Klage:

Ihr Satansbrut. Ihr Satanskinder. Immer in der 12! Immer in der 12! Deswegen fahre ich nicht mehr mit der 12. Die 14 ist in Ordnung. Aber die fährt hier nicht.

Da war ich gerade beim Satz "Ich achte alle Menschen hoch, die sich in der Sterbehospiz-Bewegung um Schwerkranke bemühen, so auch Uschi Glas."

Ich fand, dass die Stimme des Freaks auch ganz gut zu Max Goldt passen würde. Dazu muss natürlich angemerkt werden, dass ich wirklich keine Ahnung habe, wie Goldt klingt, ich kenne ihn nur gelesen - und das auch noch nicht so lang. Das andere Buch, das ich von ihm gelesen habe, war mind-boggling. Jedenfalls wäre der denkbare Unterschied zwischen den beiden Stimmen, dass bei Goldt die Überartikulation zwecks Ironisierung erfolgte, während der Sonderling todernst gemeinten Schwachsinn im Feuer pfeifender Konsonanten schürte. 

Jetzt muss ich es aber wissen: Wie klingt Max Goldt wirklich?  Mal schauen, ob YouTube etwas für mich hat...

Ja, das wird er sein.



Aber zurück zum Thema. Der Sonderling musste, genauso wie ich, an der nächsten Haltestelle aussteigen. Und als ob es nicht schon reichte, dass er sonderbar war, nein, er musste auch noch unbescheiden sein:

Können Sie mir mal 20 (!!!) Euro LEIHEN? Mark is' ja nicht mehr...


Das brüllte er mir oder auch den anderen vor ihm Flüchtenden hinterher, während ich mich bei Rot über die Straße beeilte, darüber fluchend, dass ich ausgerechnet heute Schuhe mit hohen Absätzen anhatte.

Montag, 18. April 2011

W.H. Auden: Funeral Blues

  Stop all the clocks, cut off the telephone,
Prevent the dog from barking with a juicy bone,
Silence the pianos and with muffled drum
Bring out the coffin, let the mourners come.

Let aeroplanes circle moaning overhead
Scribbling on the sky the message He is Dead.
Put crepe bows round the white necks of the public doves,
Let the traffic policemen wear black cotton gloves.

He was my North, my South, my East and West,
My working week and my Sunday rest,
My noon, my midnight, my talk, my song;
I thought that love would last forever: I was wrong.

The stars are not wanted now; put out every one,
Pack up the moon and dismantle the sun,
Pour away the ocean and sweep up the wood;
For nothing now can ever come to any good.

Montag, 7. März 2011

Rainer Maria Rilke: Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.



Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.



Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.

Mittwoch, 2. März 2011

Texte in erlesener Premium-Qualität

Schreiben tun sie ja, aber besonders gut ist es nicht immer. Selbst die grundlegende Verständlichkeit, die Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation, kommt ihnen manchmal abhanden. Sie werden für das Anbiedern bezahlt, für das emotionale und ästhetische Überhöhen. Sie machen aus Objekten Fetische. Ob das Objekt einen tatsächlichen Gebrauchswert besitzt, ist völlig irrelevant. Es zählt nur, wie man es schafft, der Zielgruppe das Gefühl zu vermitteln, ein Leben ohne das Beworbene sei nicht erstrebenswert. Sie lösen die Probleme, die es erst gibt, seit die Produktmanager sie erfunden haben. Dieses Kreieren lernen sie, und wenn sie es können, dann können sie es auch ganz schön übertreiben. Die Rede ist von der Gilde der Werbetextenden, die mir vor kurzem ihre Tore geöffnet hat.

Studierende der Geisteswissenschaften durchlaufen zu Beginn ihrer Studikarriere eine Art Entzug. Sie müssen lernen die Wortgirlanden zu ignorieren, die überall um sie herum aufgehängt werden, ja oft genug auch in den heiligen akademischen Kreisen ihren faulen Zauber verbreiten. Haben sich die Geisteswissenschaftler einmal geöffnet, lernen sie, die Funktionalität des treffendsten Wortes zu schätzen, verlieben sich womöglich in die Kunst der Anschaulichkeit. Den Geisteswissenschaftlern in Spe wird nahegelegt, auf die Logik der Sprache zu vertrauen. Den besten Signifier für das Signified zu finden, statt mit viel Kitsch eine kosmetische Operation an Sätzen vorzunehmen. Was sollte es auch bringen, wenn die Aussage spannt und zieht und einen das Gekünstelte aus jeder Silbe anspringt?

GELD.

An dem Tag, an dem man beschließt, Werbetexter zu werden, wird alles anders. In der Werbung kommuniziert man nicht auf Augenhöhe, auch wenn genau das der Anspruch ist. Die Werbeleute und die Produktmanager gehen davon aus, dass die Empfänger der Werbebotschaften, mit Verlaub, ziemlich dumm sind. Doch habe ich Grund zur Annahme, dass auch den Textern vor lauter Kitsch vielzu oft die Logik abhanden kommt. Manchmal, weil sie es nicht besser wissen und manchmal, weil sie so schreiben, wie es der Produktmanager des Kunden möchte und wie es der Verkaufserfolg als Ziel diktiert. Ich dachte, Werbetexter seien Querdenker. Das mögen sie tatsächlich sein, doch diese Eigenschaft im Beruf ausleben, dürfen sie eher selten.

Jetzt heißt es: Herausfinden, wie man wirksame Werbetexte schreibt, ohne Floskeln, ohne Kitsch, ohne die Rezipienten für dumm zu verkaufen. Und trotzdem in genau jenem Sprachregister zu bleiben, das der Zielgruppe zusagt. Der Mühe ist es wert, denn auch in der Werbesprache ist "Niveau keine Handcreme und Stil nicht das Ende eines Besens".